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Meine perfekte Geburt

Wie ich nach zwei „Saugglocken Kindern“ in verschiedenen Krankenhäusern meine perfekte selbstbestimmte Geburt Zuhause erleben durfte.

Nach der Geburt unseres 1. Sohnes im Krankenhaus mit Saugglocke wusste ich bereits, dass eine Geburt zu Hause für mich eine Option ist. Als ich jedoch mit dem 2. Kind schwanger war habe ich mir für die Suche einer Hebamme zu viel Zeit gelassen, da ich auf die Empfehlungen gehört habe erst einmal die 12. Schwangerschaftswoche abzuwarten. Leider habe ich dann keine passende Hausgeburtshebamme mehr ergattern können und somit haben wir uns dann für ein anderes Krankenhaus entschieden. Nachdem die Geburt unseres 2. Sohnes, zwar wesentlich schneller jedoch auch wieder unter der Hilfe einer Saugglocke geschah war mir schon einige Tage danach klar, sollte ich noch ein Kind bekommen dann zuhause.

Noch bevor ich einen Schwangerschaftstest kaufen ging, speicherte ich mir Martinas Telefonnummer ins Handy ein um sofort nach dem positiven Test bei ihr anzurufen und siehe da, es hat geklappt die Chance auf eine Hausgeburt stieg somit.

Ich freute mich sehr auf unser erstes Treffen. Wir haben uns sofort gut verstanden. Auch mein Mann, der zwar skeptisch war aber auch genau wusste, wie sehr ich mir eine selbstbestimmte Geburt mit einer Hebamme die mich kennt wünsche, hatte ein gutes Gefühl. Meine Schwangerschaft verlief ohne Probleme und die Übelkeit und andere Zimperlein konnte ich mit Martinas Unterstützung sehr gut meistern. Sie besuchte uns fasst jede Woche und unsere Gespräche bauten mich sehr auf und ich sehnte mich bald schon nach Ihrer Fußreflexzonenmassage, die mir sehr geholfen hat. Vor allem die intensive Aufarbeitung der beiden vorangegangenen Geburten war für mich sehr wichtig. Auch mein Mann war bei diesen Gesprächen gerne dabei. Hierfür bat mich Martina um die Geburtsberichte unserer Söhne, anhand dieser sind wir tief eingetaucht in die vorherigen Geburten. Danach war klar es steht einer Geburt Zuhause nichts im Wege, sollte das Baby um den ET zur Welt kommen kann dies zuhause sein. Da Martin 3 Tage nach unserem ET in den wohlverdienten Urlaub ging. Bei dem Geburtsgespräch besprachen wir genau, ab welchem Zeitpunkt wir dann eben doch ins Krankenhaus zur Geburt gehen würden. Wir organisierten noch was wir mit den zwei Großen Buben machen. Meine Schwester würde Sie abholen und sie würden bei ihr übernachten und sollte es nachts oder in den frühen Morgenstunden losgehen würden wir die Buben zur Oma bringen sollten sie aufwachen.

Eine Woche vor dem ET waren wir sehr entspannt ich freute mich sehr auf die Geburt und sagte das auch Martina. Samstags abends war ich wie immer im Stall, habe unsere Kühe gemolken und anschließend die Kälber versorgt. Nachdem ich die Buben ins Bettgebracht hatte machte ich es mir auf dem Sofa gemütlich und genoss den Abend. Mein Mann kam spät von draußen rein, da es im Hochsommer sehr viel zu tun gab und wir eine Großbaustelle auf dem Hof hatten. Er bot mir an noch mit zu einem Treffen von Freunden zu gehen und das Babyfon mitzunehmen da es gleich neben unserem Hof stattfand. Ich überlegte kurz und lehnte dann ab, ich wollte lieber ins Bett gehen und mich ausschlafen. Da ich aber nicht sehr müde war ging ich erst um ca. Mitternacht ins Bett und schlief doch gleich ein. Als ich dann um ca. halb 3 aufwachte und leichte wehen spürte dachte ich an Senkwehen und blieb erstmal im Bett liegen um weiter zu dösen. Um 3 Uhr bin ich dann aufgestanden weil ich plötzlich dringend zur Toilette musste.  Im Badezimmer angekommen waren die Wehen zunehmend intensiver, also entschied ich Martina gleich Bescheid zu geben. Ich ging ins Erdgeschoß um Sie anzurufen. Während ich mit ihr sprach hatte ich dann die erste Wehe mit dem Drang zu pressen war aber beruhigt da Sie mir sagte Sie fahre sofort los 20 Minuten sei Sie bei uns. Zwischen dieser und der nächsten Wehe schaffte ich es einen Stock höher wo mein Mann noch schlief. Kurz nach der Tür hatte ich die nächste Wehe bei der einige Tropfen Blut auf den Fußboden tropften und ich schon etwas mitpressen musste. Dadurch wachte mein Mann auf und ich sagte ihm wir gehen schnell ins Bad ich habe Martina bereits angerufen. Ich stütze mich am Wickeltisch ab und wusste nach zwei weiteren Wehen, dass unser Baby sich schnell auf den Weg machte und nun geboren werden würde. Ich sagte meinem Mann er solle noch eine starken Kaffee aufbrühen und den Korb mit dem Geburtsutensilien bereitstellen. Außerdem hatte ich sehr Durst und trank zwischen jeder Wehe ein großes Glas Wasser.  Es war alles so schnell und doch konnte ich einfach meinen Instinkten folgen ich blieb im Stehen zum Teil an den Wickeltisch geklammert und Presste in einigen Wehen unser Kind ins Leben noch bevor Martina die Einfahrt zu unserem Haus nahm. Als ich das Köpfchen und die Haare unseres Babys deutlich spürte sagte ich zu meinem Mann er dürfe nirgendwo mehr hin und vergewisserte mich viele male, dass er unser Kind auffangen würde. Er war ruhig und sagte er würde es halten. Dann wurde das Köpfchen geboren und eine Wehe später hielt mein Mann seine Tochter in den Händen. Sie hatte die Nabelschnur zweimal um den Hals gewickelt. Mein Mann konnte sie einmal aufwickeln und dann drehte ich mich zu Ihnen um und wir haben gemeinsam die Nabelschnur entwickelt dann nahm ich meine Tochter in die Arme und sie schrie und sah sehr rosig und gesund aus. So setzte ich mich auf den Badhocker und konnte es kaum glauben, dass ich das Geschenk einer Geburt im eigenen Haus erleben durfte. Ein paar Minuten später fand uns Martina so vor und ich danke ihr von Herzen das sie so ist wie sie ist! Denn Sie kam rein und checkte alles kurz ab versorgte sofort unser Kind, dem es sehr gut ging. Sie hatte leichte Anzeichen etwas zu früh auf die Welt gekommen zu sein. Martina richtete alles hin ohne auch nur einen Hauch von warum wieso weshalb, sie konnte es einfach so nehmen, dass alles seinen Lauf bereits genommen hatte. Das war für mich einfach toll. Ich erlebte eine Selbstbestimmtheit und Verbundenheit mit meinem Mann und sehr viel Heilung der vorangegangen Geburten. Ich konnte mich leiten lassen und meinen Instinkten vertrauen. Kaum war Martina da wurde die Nachgeburt geboren und anschließend nabelte Sie Sara ab und ich fragte ob ich mich auch unter der Dusche waschen könnte und dann legte ich mich mit meiner Tochter ins Bett und genoss…… Martina und mein Mann regelten noch wer das Nabelschnurblut ins Krankenhaus bringen würde und mein Mann verständigte meine Schwester damit Sie nach den großen Buben schauen könne, Sie haben alles seelenruhig in Ihren Betten verschlafen. Mein Mann konnte der vielen Arbeit auf dem Hof nachgehen und Sara und ich ruhten uns aus.

Ich danke dir liebe Martina von Herzen, ohne Dich wäre ich heute noch ein anderer Mensch.

Wir wünschen dir Gottes reichen Segen.

Renata und Rolf, Moritz, Kai und Sara

Martina Eirich

Panoramastraße 1
74542 Braunsbach

07906 940620 (Praxis)
07906 89121 (Fax)

martina.eirich@web.de 

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