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Hebammen

Ein Baby in unserer Mitte. Das Kindersachbuch zum Thema Geburt, Stillen, Pflegen, Schlafen, Tragen und Wohlfühlen

Masaracchia, Taschner: Ein Baby in unserer Mitte

Verlag: edition riedenburg; Auflage: 1 (November 2007)

ISBN-10: 395023571X, ISBN-13: 978-3950235715

Lange habe ich nach einem guten Sachbuch für Zwei- bis Siebenjährige gesucht, das sich umfassend und dabei altersgerecht mit der Thematik rund um Geburt, Stillen und Babypflege beschäftigt. Hier habe ich es gefunden. Die Autorinnen Regina Masaracchia, Kinderkrankenschwester und Grundschulpädagogin, die sich vor Jahren schon mit ihrem Erstling „Gespaltene Gefühle. Lippen-, Kiefer- und Gaumenspalten: ein Elternratgeber“ sehr angenehm hervorgetan hat, zeigt gemeinsam mit der Ärztin, Sozialpädagogin und Stillberaterin Ute Taschner großes Einfühlungsvermögen in die Welt und Denke von Kindergartenkindern und Erstklässlern. Ohne Eidudeiverniedlichung und ohne Vertechnisierung wird mittels einer Großfamilie die Thematik zügig in knapp 40 Seiten erzählt. Eingestreut werden – pädagogisch wertvoll – immer wieder zwei Fragen zum Textverständnis. Diese helfen mit, kompetente Kinder und später ebensolche Eltern zu erziehen. Die Antworten finden sich im Anhang. Für Eltern gibt es eine gute Zusammenfassung an Stillpositionen, nebst Erklärungen und daran schließt sich ein Glossar an, das Begriffe wie babyfreundliches Krankenhaus, Bonding, frühe Hungerzeichen oder Hausgeburt erklärt. Das Adressenregister ist nach Ländern geordnet und fasst die Essenz unter anderem an Stillvereinigungen und Hebammenverbänden zusammen. Nicht korrekt ist, dass die meisten Kolleginnen eine Kollegin oder einen Arzt zur Geburt dazu rufen. Dies trifft nur auf etwa jede fünfte Hausgeburt zu. Die meisten finden mit der Begleitung einer Hebamme statt. Ebenso falsch ist, dass in einem Geburtshaus Hebammen eine Frau zwar einfühlsam, aber nicht einfühlsam medizinisch betreuen. Da dieses Buch als Teil 2 der Sachbuchreihe „Ich weiß jetzt wie“ gilt, freue ich mich schon auf Band 1 „Mamas Bauch wird kugelrund“, das in den nächsten Wochen erscheinen wird.

Als Resümee möchte ich meine Kollegin Anna Rockel-Loenhoff zitieren, die in ihrem Nachwort schreibt: „Durch die Geburt eines Geschwisterchens verändert sich das gesamte familiäre Beziehungssystem. Es macht von daher Sinn, sich im Vorhinein mit ursprünglichen familiären und biologischen Prozessen zu befassen und diese auch kleinen Kindern zu vermitteln, so wie es in diesem Buch geschieht“. Ja, hier werden Kinder wirklich ernst genommen!

Martina Eirich

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